Rosa Damen im Verpackungswahn

Rosa Damen im Verpackungswahn

Es gibt auch ehrliche Hersteller, die gar nicht erst versuchen, nachhaltig zu sein oder so zu tun. Bestes Beispiel ist ein Lieferant von Äpfeln, der alle namenhaften Discounter beliefert.

Im Grunde ist ein Apfel ist von Natur aus verpackt! Man könnte ihn also, wie zu Omas Zeiten (Omas, die bis 1950 geborgen wurden!) einfach in die Tasche legen und zu Hause abwaschen. Die „Rose Damen“ dieses Herstellers sind aber sehr eitel und wollen nicht nackt ins Regal.

Zunächst wird jeder Apfel mit einem kleinen Label aus Plastik versehen, damit man spätestens beim Draufbeißen noch mal den Markennamen vor bzw. unter den Augen hat.

Dann werden die Damen noch in einen, aus wasservernichtendem Recyclingpapier hergestellten, Pappschuber gepackt, der schön bunt bedruckt ist.

Abschließend wird das Ganze noch in Plastik eingeschweißt, damit auch nicht von den aufgesprühten Chemikalien aus der Plantage verloren geht. Immerhin müssen die „Rosa Damen“ ja noch quer durch die Republik reisen, auf Dieselbetriebenen LKWs. Die Bahn hält in Städten unter 10.000 Einwohnern nur nach Stürmen oder im Winter.

Wer dermaßen auf die Umwelt scheißt, verdient Platz 1 auf der Skala der ehrlichen Unternehmen.

TF/Troll1984


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